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Sunday, 2. March 2008
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Wissen teilen – Chancen nutzen
Mehr als 7.500 Teilnehmer aus Medizin, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit waren registriert und diskutierten auf dem 28. Deutschen Krebskongress in Berlin neueste Erkenntnisse in der Onkologie. Im Mittelpunkt standen die gestiegenen Anforderungen an die interdisziplinäre Versorgung der Patienten. Dabei spielen neue Diagnoseverfahren eine ebenso wichtige Rolle wie aktuelle Ergebnisse innovativer Therapieansätze. Im Bereich der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung stellten die Referenten neueste, zum Teil unpublizierte Daten vor.
Die Deutsche Krebsgesellschaft nutzte die größte (meist) deutschsprachige Fachtagung, um den neuesten Kenntnisstand bei der Vermeidung, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Tumorerkrankungen zu präsentieren.
Um in Vorträgen aber auch in persönlichen Gesprächen mit Ärzten und Pharmareferenten Aktuelles und Wissenswertes zu hören und zu erfahren, nehme ich seit 1996 an dem alle 2 Jahre in Berlin stattfindenden Krebskongress teil.
Der diesjährige Kongresspräsident, Prof. M. Kaufmann, Frankfurt, begrüßte einige hundert namhafte Experten aus ganz Europa und mehr als 1000 Referenten wie z.B. Prof. K.W. Possinger, Prof. Janni, Prof. W. Eiermann, Prof. K. Höffken usw., die in vielen Symposien, Vorträgen und Diskussionsforen über ihre Arbeiten berichteten, ihre neuesten Ergebnisse sowie Studien präsentierten.
Am letzten Tag, dem sogenannten Krebsaktionstag stellten Expertenrunden
einige Höhepunkte und Ergebnisse des Kongresses vor. Zu fast allen Themen wurden kurze Statements abgegeben und mit Betroffenen diskutiert.
Die Gourmetköche Johann Lafer und Cornelia Poletto -Foto- präsentierten Ernährungstipps für Krebspatienten und servierten kleine Köstlichkeiten. 
Dieter Kürten,
ehemaliger Sportstudio-Moderator, diskutierte mit Experten über Lungenkrebs. Etwa 90 % aller Lungenkrebserkrankungen sind aufs Rauchen zurückzuführen. Eine Besonderheit bei Lungenkrebspatienten ist die zumeist kurze Lebensspanne, die den Patienten bei Diagnosestellung bleibt. "
Weitere Expertenaussagen: Mittlerweile liegt die Überlebensrate beim Brustkrebs bei 79 %; jährlich erkranken hieran in Deutschland 55.000 Frauen sowie ca. 5.000 Männer.
Die Wächterlymphknotenentfernung = Sentinel Node Biopsie
sollte keiner Frau bei primärer Brustkrebserkrankung vorenthalten werden.
Vor Einsatz von Aromatesehemmern soll bei allen Patientinnen eine Knochendichtemessung durchgeführt werden. Letrozol ist derzeit der stärkste und wirksamste Aromatasehemmer.
400 Gene sind bei Brust-, Lungen- und Prostatakrebs der Metastasierung zugeordnet.
Bei Männern ist der Prostatakrebs mit 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr deutlich häufiger als Lungenkrebs. Das PSA-Screening wird vielfach ohne deutliche Aufklärung durchgeführt und führt oftmals zur Übertherapie.
Das Pankreaskarzinom hat bis heute eine sehr ungünstige Prognose und ist eine multidisziplinäre Herausforderung in der Onkologie. Die 5 Jahres-Überlebensrate liegt derzeit bei 55 %.
Die Früherkennung, Diagnose- und Behandlungsmethoden in der Krebsmedizin sind im Umbruch. Vielversprechende Fortschritte in der Molekularbiologie und Medizintechnik lassen auf eine weitere Steigerung der Heilungschancen für Erkrankte hoffen. Insgesamt gibt es immer stärker ausdifferenzierte Therapiemöglichkeiten, die eine immer individuellere Therapie zulassen aber auch den aktuellsten Wissenstand der behandelnden Ärzte voraussetzen.
Wer gut informiert ist, lebt länger!
Ingrid Schürheck
stv. Vorsitzende
so lautete das Motto des 28. Deutschen Krebskongresses, der vom 20.-24.2.2008 im ICC in Berlin stattfand.Der zweite Atem – Leben mit Lungenkrebs", diese DV ist kostenlos zu beziehen. Patienten und deren Angehörige können sich über medizinische Hintergründe und mögliche Hilfestellungen bei Lungenkrebs informieren: www.lungenkrebszentrale.de